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Trikots

Kleidung auf dem Rad

Dass Radfahrer sich an die Spitze der modisch Lifestyle genannten Lebensgewohnheiten gestrampelt haben, beweist die Emanzipation eines einstmals langweiligen Kleidungsstücks. Die Radlershorts, früher schwarz oder grau, tragen heute auch Mitmenschen, die das letzte Mal vor Jahrzehnten eine Lenkstange in die Hand genommen haben. Unbekümmert stülpen sich nun sogar barocke Figuren das knallenge und trendige Beinkleid über.

Die Garderobe

Dennoch müssen Radfahrer nicht unbedingt viel Geld ausgeben, um sich korrekt einzukleiden. Für die Sonntagstour auf dem Stahlross bedarf es nicht des High-Tech-Sportdresses aus dem trendigen Sortiment. Nichts peinlicher, als mit einer Ausrüstung wie ein Tour-de-France-Profi, aber hochrotem Gesicht das Rad eine leichte Steigung hinauf schieben zu müssen. Hier reicht legere Kleidung, die nicht beengt und nicht behindert, und mit der Sie auch im Ausflugslokal oder in der Kunstgalerie noch eine gute Figur machen.
Doch selbst, wer kleinen Touren nicht in einem Outfit absolviert, das in einem für alle sichtbaren Kontrast zu seiner Leistungsfähigkeit steht, sollte seine Kleidung nach Kriterien der Zweckmäßigkeit aussuchen. 
Reicht das klassische T-Shirt aus? Erfahrene Gelegenheitsradler nehmen stets auch eine leichte Jacke mit. Allerdings muss sie Schweiß schnell nach außen transportieren können. 
Hält die Oberbekleidung die Brust wirklich warm? Selbst bei warmem Wetter ist sie während flotter Abfahrten oder wenn es windig wird, den Lüften frei ausgesetzt. Lieber die Garderobe nach dem Zwiebelprinzip zusammenstellen: Mehrere dünne Kleidungsstücke, die sich je nach Witterung und Tempo an- und wieder ausziehen lassen. Wer gar nichts mit auf den Trip genommen hat, um die Brust zu schützen, der sollte es wie die Radrennfahrer halten, die nach langem schweißtreibendem Anstieg mit Höchsttempo die Abfahrt hinunter rasen müssen. Fragen Sie an einem Kiosk nach alten Zeitungen und schieben Sie sich einen mehreren Zentimeter hohen Packen unter das Hemd. Das hält warm.

Das Trikot

Radfahrertrikots schützen vor allen Dingen vor Wind und Zugluft. Dazu besitzen sie einen Kragen, der sich am Hals mit einem Reißverschluss schließen lässt. Um ihre Aufgabe zu erfüllen, müssen sie möglichst eng anliegen. Nur so kann der Wind nicht unter den Stoff fassen. Zu diesen Eigenschaften kommen aber noch weitere, die sich mit dem bloßen Auge nicht erkennen lassen.
Klimakünstler: Radfahrer geraten ins Schwitzen, der Fahrtwind aber kühlt schnell. Diesem erkältungsfördernden Dilemma sollen die Trikots begegnen. Sie müssen verhindern, dass unter dem Kleidungsstück ein Hitzestau entsteht, müssen aber gleichzeitig den Fahrtwind aussperren, um Unterkühlung zu verhindern. Meist bestehen sie daher aus verschiedenen Schichten von Kunststoffen.
Bodyguard: Fahrradtrikots sollten im Rücken lang genug geschnitten sien. Sie müssen den Rücken selbst dann, wenn der Fahrer tief gebückt in die Pedale tritt, zuverlässig bis hinunter zu den Lendenwirbeln schützen. Nur so bleiben die besonders empfindlichen Nieren vor kühler Luft bewahrt.
Taschenspieler: Ein gutes Radfahrertrikot darf, auch wenn es nicht der Eleganz dient, im Rücken ruhig mehrere Taschen besitzen. Wo der aktive Profisportler, der sich von seinem Service-Team versorgen lässt, nur wenig Stauraum braucht, muss der Freizeitsportler einiges unterbringen können - vom Geldbeutel bis zur Verpflegung für unterwegs.
Alternativlösung: Statt der Kombination gibt es auch einteilige Stücke, in die der Radler wie in ein Futteral schlüpft. Sie garantieren in jedem Fall festen Sitz, müssen allerdings auch im Ganzen abgelegt werden, wenn sich der Radler oder die Radlerin für ein dringendes Bedürfnis in die Büsche schlagen muss.

Das "Darunter"

Reine Baumwolle sollten Radfahrer fast immer meiden - unabhängig vom Verwendungszweck. Als Material für die Unterwäsche ist sie gänzlich ungeeignet. Baumwolle saugt sich so lange mit Körperschweiß voll, bis sie sich anfühlt wie ein nasser Schwamm. Die Erkältung folgt dann meist auf dem Fuß. Auf dem Rad sollten also selbst Synthetik-Gegner Unterwäsche aus Kunstfasern tragen.