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Selbst ist der Radler: Pannen unterwegs schnell beheben

Reifenplatten
Reifen verlieren auf Dauer immer an Luftdruck

Wer mit seinem Fahrrad eine mehr oder weniger ausgedehnte Radtour plant, freut sich vermutlich auf vieles – herrliche Landschaften, schönes Wetter, Spaß bei der Bewegung im Freien. Nur auf eines ganz bestimmt nicht: eine Panne mit dem eigenen Drahtesel.

Aber gerade deshalb hilft es, sich vor einer Ausfahrt mit diesem Thema zu beschäftigen. Denn wer gedanklich und logistisch auf derartige Fälle vorbereitet ist, erspart sich häufig unnötigen Stress und Ärger.

 

Gibt Sicherheit im Fall der Fälle: passendes Rad-Zubehör

Die „beliebteste“ Panne auf Radtouren bleibt bis heute leider der Reifenplatten – auch wenn viele Tourenräder inzwischen oft über Mäntel verfügen, die einen „Platten“ weitgehend ausschließen. Wer dagegen mit einem Rennrad und seinen wesentlich empfindlicheren Reifen unterwegs ist, tut gut daran, zur Sicherheit sogar einen Ersatzschlauch – und das entsprechende Werkzeug – dabei zu haben.

„Passende Ausrüstung“ ist jedoch das Stichwort für alle Tourenradler, die im Pannenfalle nicht komplett auf dem falschen Fuß erwischt werden wollen. Nur: Was gehört denn bei einem platten Reifen zur richtigen Ausrüstung? Experten empfehlen mindestens vier Dinge:

 
Werkzeuge
Empfohlene Werkzeuge

1. Flickzeug (Gummiflicken, Klebstoff, Schmirgelpapier, aber auch Ersatzventile!)
2. Reifenheber (mit ihnen lässt sich der Reifen von der Felge heben)
3. ein Multitool (ein solides Faltwerkzeug, ersetzt heute den früher üblichen „Knochen“)
4. und eine Luftpumpe (gehört ja inzwischen längst nicht mehr zur Standardausrüstung eines Fahrrads)

 

Kein Hexenwerk: in sieben Schritten einen „Platten“ reparieren

Derartig ausgestattet, bieten sich dem Pechvogel beste Chancen, das Reifenmissgeschick ohne größeren Aufwand selbst zu beheben. Wie Sie dabei am besten vorgehen, verraten wir allen nicht so geübten „Pannenhelfern“ gern noch einmal hier:

• Zunächst einmal Luft in den platten Reifen pumpen. Anschließend sofort per Speichelprobe prüfen, ob lediglich das Ventil undicht ist. In diesem Fall genügt es, einfach ein Ersatzventil einzusetzen.

• Ist dagegen der Schlauch beschädigt, wird es etwas aufwendiger. Denn jetzt muss das betroffene Rad abmontiert werden. Dabei hilft das (hoffentlich) mitgeführte Multitool. Noch ein Tipp: bei der Demontage des Rads das komplette Fahrrad auf Lenker und Sattel stellen.

• Im nächsten Schritt wird der Reifen von der Felge abgezogen. Aber nicht vergessen: Erst die Ventilüberwurfmutter entfernen – sie fixiert die Ventilhülse des Schlauchs an der Felge.

• Anschließend fahren Sie mit dem ersten Reifenheber zwischen Mantel und Felge, drücken den Reifenheber nach unten und hängen ihn in den Speichen ein. Danach steckt man das zweite Reifenheber ebenfalls zwischen Mantel und Felge und führt es vorsichtig einmal im Kreis an der Felgenflanke entlang.

• Ist der Mantel so problemlos von der Felge gelöst, geht es an Suche nach dem Leck im Schlauch. Dazu pumpen Sie diesen einfach auf und halten ihn in Wasser. Dort zeigen aufsteigende Luftbläschen schnell, wo sich die undichte Stelle befindet.

 
Flicken
Die Reparatur kann beginnen wenn Sie das Loch identifiziert haben

• Haben Sie das Loch identifiziert, kann die Reparatur beginnen. Und so geht’s: Den Bereich um das Leck trocknen, säubern und mit Schmirgelpapier leicht anrauen. Anschließend etwas Vulkanisierflüssigkeit auftragen und einen passenden Flicken aufkleben und fest anpressen.

• Nach der Reparatur machen Skeptiker mit dem geflickten (und probeweise aufgeblasenen) Schlauch erst noch einmal den Test im Wasser. Zeigen sich keine weiteren Luftblasen, wird die Luft weitgehend abgelassen und der Schlauch auf die Felge gelegt.

• Bevor ein neuer oder geflickter Schlauch eingelegt wird, gilt es zu prüfen ob nicht bspw. noch ein Dorn im Fahrradmantel steckt. Danach wird der Mantel wieder auf der Felge befestigt. Achtung: Hier besonders vorsichtig vorgehen, sonst ist der Schlauch vielleicht gleich wieder „hin“.

 

Sinnvolle Kleinigkeiten, die Ihnen oft großen Ärger ersparen

Schon dieses eine Beispiel zeigt also ganz deutlich: Ganz ohne ein Minimum an praktischer Ausrüstung lassen sich selbst kleine Pannen wie z. B. ein platter Reifen nicht vernünftig selbst reparieren. Wer dagegen auch für andere Fälle gerüstet sein möchte, hat unterwegs noch etwas mehr dabei. Dazu gehören unter anderem mindestens ein zusätzlicher Brems- und Schaltzug – denn die reißen unterwegs auch häufiger als man gemeinhin annimmt. Erfahrene Tourenradler empfehlen außerdem, stets ein Döschen mit Kleinteilen (z. B. Schrauben) sowie Improvisationsmaterial wie Klebeband oder Kabelbinder für kurzfristige Reparaturen mitzuführen.

 

Gute Anregungen auch für Ihre nächste Radtour: Tipps von erfahrenen Experten

Wollen Sie sich darüber hinaus noch besser gegen Eventualitäten absichern, stattet man sich vor Reiseantritt (speziell bei längeren Touren) zusätzlich auch noch mit Ersatzspeichen aus.

Wichtig: Gerade bei Rädern mit Kettenschaltung weist das Hinterrad oft zwei verschiedene Speichenlängen auf.

Deshalb: Speichenlängen vorher ausmessen! Und dazu ein guter Hinweis, der Platz im Gepäck spart: Ersatzspeichen einfach mit Klebeband am Fahrradrahmen befestigen.

Aber selbst wenn Sie auf die Mitnahme von Ersatzspeichen verzichten wollen, schwören Experten auf einen anderen Tipp: Nippelspanner einpacken. Denn mit seiner Hilfe bekommen Sie bei einem Speichenriss das Laufrad wieder so rund, dass Sie zumindest erst einmal weiterfahren können